Extrem Malen

Elefantenzahnpasta: Experiment für Kinder, aber sicher

Küchenexperiment

Eine warme Schaumschlange, die immer weiter kommt

Bei der Elefantenzahnpasta quillt eine dicke Schaumsäule aus einer Flasche. Hefe lässt Wasserstoffperoxid blitzschnell in Wasser und Sauerstoff zerfallen, Spülmittel fängt den Sauerstoff in Bläschen ein, und weil dabei Wärme frei wird, ist der Schaum warm.

  • Ab 5 Jahren
  • 15 Minuten
  • Ein Erwachsener gießt ein
Gemalte Illustration: Aus einer Flasche auf einem Tablett quillt eine dicke Schaumschlange mit rosa, gelben, blauen und weißen Streifen; der Maler mit Schutzbrille lehnt sich staunend zurück.

Auf einen Blick

Alter
5 bis 10 (Kinder rühren die Hefe an, ein Erwachsener übernimmt das Peroxid)
Dauer
15 Minuten, plus 5 zum Aufräumen
Sauerei
Mittel: Schaum auf einem Tablett
Erwachsene nötig
Ja, und Schutzbrillen für alle, die nah dran sind
Du brauchst
3 % Wasserstoffperoxid, Trockenhefe, Spülmittel, eine Flasche (ein paar Euro)
Bildschirm / in echt
Beides (in echt nur die 3-%-Haushaltsversion)

Elefantenzahnpasta in Extrem Malen

Öffne in Extrem Malen (Extreme Drawing) den Bereich Experimente (kostenlos), tippe auf Ausbrüche und wähle Elefantenzahnpasta. Dann tippst du auf die Stelle im Papier, wo die Flasche stehen soll.

Etwa viereinhalb Sekunden lang drückt sich eine dicke, gestreifte Schaumschlange (rosa, gelb, blau und weiß) aus dem Flaschenhals. Sie wackelt in eine zufällige Richtung davon und türmt sich mit Bläschen auf. Die Stelle unter der Flasche wird warm, genau wie bei einer echten Flasche.

Der Schaum benimmt sich wie Schaum: Er läuft und breitet sich aus, fällt dann langsam zusammen und hinterlässt seine Streifen als Flecken im Papier. Kipp das Blatt (oder male an der Staffelei), und er rutscht bergab. Klopf mit der Hand, dem Hammer oder dem Bügeleisen darauf, und die Bläschen platzen.

Keine Schutzbrille, kein Peroxid, kein Aufwischen: Lass so viele Flaschen hochgehen, wie du willst, und mach es dann einmal in echt.

Gemalte Illustration: Der Maler, die Schutzbrille auf der Mütze, betrachtet eine Flasche, die in Streifen überschäumt, daneben Rotkohlsaft in rosa und grünen Gläsern und sprudelndes Natron.

In echt ausprobieren

Die sichere Version für zu Hause

Du brauchst

  • 120 ml Wasserstoffperoxid 3 %, die Haushaltsstärke aus der Apotheke. Niemals etwas Stärkeres.

  • 1 Päckchen Trockenhefe (7 g)

  • 3 Esslöffel warmes Wasser

  • 1 Esslöffel Spülmittel

  • Ein paar Tropfen Lebensmittelfarbe (nach Wunsch)

  • Eine saubere 0,5-Liter-Plastikflasche und einen Trichter

  • Ein Tablett oder eine tiefe Auflaufform, die den Schaum auffängt

  • Schutzbrillen für alle, die nah dran sind, und Handschuhe für den Erwachsenen

Der Erwachsene gießt das Peroxid ein. Die Kinder rühren die Hefe an, geben die Farbe dazu und stellen die Vermutungen auf.

  1. Auf dem Tablett aufbauen

    Stell die Flasche in das Tablett, draußen oder auf eine abwischbare Arbeitsfläche. Alle setzen die Schutzbrille auf.

  2. Der Erwachsene gießt das Peroxid ein

    Mit dem Trichter gießt der Erwachsene das Wasserstoffperoxid in die Flasche, danach das Spülmittel. Ein Kind darf ein paar Tropfen Lebensmittelfarbe dazugeben, und der Erwachsene schwenkt die Flasche vorsichtig.

  3. Die Hefe aufwecken

    In einem kleinen Becher rührt das Kind die Hefe etwa 30 Sekunden lang ins warme Wasser, bis ein glatter, flüssiger Brei entsteht. Das ist die sichere Aufgabe für kleine Hände.

  4. Vermuten

    Wie hoch wird der Schaum? Wird er heiß oder kalt? Zeichne einen Strich auf ein Stück Pappe, um deine Vermutung festzuhalten.

  5. Eingießen und zurücktreten

    Der Erwachsene gießt den Hefebrei durch den Trichter in die Flasche, zieht den Trichter weg, und alle gehen einen Schritt zurück.

  6. Zuschauen, dann die Wärme spüren

    Der Schaum quillt etwa eine Minute lang heraus. Wenn er aufgehört hat, darf der Erwachsene die Kinder eine Hand in die Nähe der Flasche halten lassen: Sie ist warm.

  7. Aufräumen

    Der Erwachsene spült den Schaum und den Rest in der Flasche mit viel Wasser in den Ausguss. Alle waschen sich die Hände.

Für Kinder

Im Peroxid steckt jede Menge Sauerstoff, der rauswill. Die Hefe hilft ihm, auf einmal zu entkommen, und das Spülmittel fängt ihn in Bläschen ein. Heraus kommt eine riesige, warme Schaumschlange.

Warum es schäumt (und warum es warm wird)

Für Erwachsene. Wasserstoffperoxid (H₂O₂) zerfällt von allein langsam in Wasser und Sauerstoff: 2 H₂O₂ → 2 H₂O + O₂. Hefe enthält ein Enzym, die Katalase, das diesen Zerfall enorm beschleunigt. Sie ist ein Katalysator: Sie macht die Reaktion schneller, ohne selbst verbraucht zu werden. Das Spülmittel fängt den plötzlichen Schwall Sauerstoff in Millionen Bläschen ein, sodass das Gas als Schaum herauskommt, statt einfach in die Luft zu entweichen. Beim Zerfall von Peroxid wird Energie als Wärme frei, die Reaktion ist also exotherm, und das spürt man an der Flasche. Mit 3-prozentigem Peroxid wird der Schaum warm, nicht heiß. Der Sauerstoff ist ein neuer Stoff, der vorher nicht in der Flasche war, und die Veränderung lässt sich nicht rückgängig machen: Daran erkennt man eine chemische Reaktion.

Erst vermuten, dann weiterforschen

Verändere immer nur eine Sache und vermute vorher, was passiert.

Ohne Spülmittel?

Lass das Spülmittel weg. Es sprudelt, aber fast ohne Schaum. Wo ist der Sauerstoff hin?

Kaltes Wasser für die Hefe?

Rühr die Hefe mit kaltem statt warmem Wasser an. Kommt der Schaum langsamer?

Weites Glas oder schmale Flasche?

Dieselben Mengen in einem Marmeladenglas. Macht ein schmaler Hals eine höhere Schlange?

Was sagt der Rotkohlsaft?

Tauch in der App das Papier vor dem Ausbruch in Rotkohlsaft (Bereich Zeit). Der Schaum ist leicht basisch und färbt das Lila ein wenig bläulicher.

Für Lehrkräfte

Elefantenzahnpasta im Unterricht

Ein neues Gas, Wärme und kein Zurück: Das passt im Sachunterricht zur naturwissenschaftlichen Perspektive des Perspektivrahmens (GDSU), beim Thema Stoffe und ihre Veränderungen, und zeigt den Unterschied zwischen umkehrbaren und nicht umkehrbaren Veränderungen. In höheren Klassen führt es zu Katalysatoren und exothermen Reaktionen. Zeigt die App-Version zuerst am digitalen Whiteboard, damit die ganze Klasse sie aus der Nähe sieht, und macht dann eine Flasche als Vorführung durch die Lehrkraft, mit Schutzbrillen.

Fragen zur Elefantenzahnpasta

Ist Elefantenzahnpasta für Kinder ungefährlich?

Die Haushaltsversion ist sicher, wenn ein Erwachsener das 3-prozentige Wasserstoffperoxid übernimmt, alle eine Schutzbrille tragen und niemand den Schaum anfasst, bevor der Erwachsene es erlaubt. Kinder können gefahrlos die Hefe anrühren und die Farbe dazugeben. Nie stärkeres Peroxid verwenden.

Kann man Elefantenzahnpasta ohne Wasserstoffperoxid machen?

Nicht die echte Reaktion: Aus dem Peroxid kommt der Sauerstoff. Für Schaum ohne Peroxid gib Spülmittel zu Natron und Essig. Das schäumt auch, nur mit Kohlenstoffdioxid statt Sauerstoff, und es wird nicht warm.

Warum wird Elefantenzahnpasta warm?

Wenn Wasserstoffperoxid in Wasser und Sauerstoff zerfällt, wird Energie als Wärme frei. Das ist eine exotherme Reaktion. Mit 3-prozentigem Haushaltsperoxid fühlen sich Schaum und Flasche warm an, nicht heiß.

Warum heißt es Elefantenzahnpasta?

Weil der dicke Schaum aussieht wie Zahnpasta, die aus einer Tube quillt, die groß genug für einen Elefanten wäre.

Was macht man danach mit dem Schaum?

Der Erwachsene spült ihn mit viel Wasser in den Ausguss. Er besteht vor allem aus Wasser, Spülmittel, Hefe und Sauerstoffbläschen, kann aber noch etwas Peroxid enthalten, deshalb ist er nicht zum Spielen oder Probieren da.

Lass eine Flasche auf dem Bildschirm hochgehen

Experimente, Ausbrüche, Elefantenzahnpasta: tippen und zuschauen, wie die Streifen herausquellen. Dann einen Erwachsenen und ein paar Schutzbrillen holen.