pH 1–3
Rot bis Rosarot
Starke Säure: viel Essig, Zitronensaft.
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Quelle: Rotkohlsaft als Indikator: pH-Test aus der Küche
Die Mal-App, in der das Papier echt ist. Keine Werbung, keine Konten, keine Daten.
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Küchenexperiment
Rotkohlsaft ist ein natürlicher pH-Indikator. Sein lila Farbstoff wird in Säuren wie Essig und Zitronensaft rosa bis rot, bleibt bei neutralen Stoffen lila und wird in Laugen wie Natron und Seife blau und dann grün, weil der Farbstoff je nach Säuregrad seine Form ändert.

Das ist die Lieblingswissenschaft von Extrem Malen (Extreme Drawing), und alles davon ist kostenlos.
Wähle im Bereich Experimente den Rotkohlsaft und male lila Streifen. Tropf Essig auf einen, und er wird rosa. Streu Natron auf einen anderen, und er wird blau, dann grün. Ein Tupfer Spülmittel macht ihn blau bis türkis.
Oder öffne den Bereich Zeit und tippe auf In Rotkohlsaft tauchen: Das ganze Blatt saugt sich lila voll und trocknet zu deinem eigenen pH-Papier. Mal darauf mit Zitronensaft (Geheimtinte), Essig, Spülmittel oder Natron und schau zu, wie die Farben aufblühen.
Leg eine Rotkohlscheibe und eine Zitronenscheibe (Küche) nebeneinander und schau, was passiert, wo sich ihre Säfte treffen.
Bleichmittel färbt das Lila gelb und zerstört dann den Farbstoff. Das bleibt auf dem Bildschirm: Bleichmittel bitte nie zu Hause testen.
Die Farben folgen der echten Rotkohl-Farbskala, pH-Stufe für pH-Stufe, und sie ändern sich live: Du kannst einen Streifen von Rosa zurück zu Lila und weiter zu Grün schieben. Sogar andere Sachen aus der Küche wirken als Indikator: Ein Klecks Senf wird mit Spülmittel rot, und Tee wird mit Zitrone heller.

Stell deine Gläser von Rot bis Grün auf, und du hast die pH-Skala gebaut. Ungefähr so:
pH 1–3
Starke Säure: viel Essig, Zitronensaft.
pH 4–6
Schwache Säure: wenig Essig, Sprudelwasser, Apfelsaft.
pH 7
Neutral: Leitungswasser, Milch.
pH 8–9
Schwache Lauge: Eiweiß, etwas Seife.
pH 10
Seifenwasser, Natron in Wasser.
pH 11–12
Viel Natron in wenig Wasser.
pH 13
Chlorreiniger und andere sehr starke Laugen. Nur auf dem Bildschirm.
Du brauchst
Einen Viertel Rotkohl (in Österreich und Süddeutschland: Rotkraut oder Blaukraut)
Einen hitzefesten Krug oder eine Schüssel, einen Wasserkocher und ein Sieb
Sechs oder mehr durchsichtige Gläser und Teelöffel
Sachen zum Testen: Essig, Zitronensaft, Natron in Wasser verrührt, Seifenwasser oder Spülmittel, Leitungswasser, Milch
Etiketten oder Haftnotizen
Alte Kleidung oder eine Schürze: Der Saft färbt
Niemals testen: Chlorreiniger, Backofenreiniger, Abflussreiniger oder andere Putzmittel.
Ein Erwachsener schneidet den Rotkohl klein, gibt ihn in den Krug und gießt frisch gekochtes Wasser darüber.
15 bis 20 Minuten ziehen lassen, bis das Wasser dunkellila und abgekühlt ist.
Gieß ihn durch das Sieb. Der lila Saft ist dein Indikator; der Kohl kann auf den Kompost oder in die Suppe.
Gieß ein paar Zentimeter Saft in jedes Glas und beschrifte eins für jede Sache, die du testest, plus eins ohne Zusatz zum Vergleichen.
Rate für jedes Glas eine Farbe und rühr dann einen Teelöffel von je einer Testsache hinein. Schau zu, wie sich die Farbe ändert.
Stell die Gläser der Reihe nach auf, von Rot über Lila bis Grün. Das ist deine eigene pH-Skala.
Extra
Tränk Kaffeefilter oder Streifen Küchenpapier in kräftigem Rotkohlsaft und lass sie flach trocknen. Jetzt hast du lila Testpapier, genau wie bei In Rotkohlsaft tauchen in der App. Mal darauf mit einem Wattestäbchen, das du in Zitronensaft, Essig oder Natronwasser getunkt hast, oder schreib eine Geheimbotschaft mit Zitronensaft, die beim Schreiben rosa wird. Zweimal eintauchen macht das Papier dunkler lila.
Das Lila im Rotkohl ist ein Farbwechsler. Saure Sachen wie Zitrone und Essig machen es rosa, und seifige, rutschige Sachen wie Natron und Seife machen es blau und grün.
Für Erwachsene. Die Farbe kommt von Anthocyanen, derselben Farbstofffamilie, die Heidelbeeren, rote Trauben und die Schale roter Zwiebeln dunkel macht. Ein Anthocyan-Molekül nimmt je nach Säuregrad seiner Umgebung Wasserstoffionen auf oder gibt sie ab, und jede Form schluckt das Licht anders: rot in Säure (niedriger pH-Wert), lila um den Neutralpunkt (pH 7), blau bis grün, je basischer es wird (hoher pH-Wert). Bei sehr hohem pH-Wert, um 13, wird es gelb, und das Molekül beginnt zu zerfallen. Deshalb färbt Chlorreiniger den Saft erst gelb und dann farblos. Säuren und Laugen misst man auf der pH-Skala von 0 bis 14; ein Indikator ist jeder Stoff, dessen Farbe anzeigt, wo auf dieser Skala eine Lösung liegt. Übrigens: Ob Rotkohl nach dem Kochen eher rot oder eher bläulich aussieht, hängt genau davon ab, ob etwas Saures wie Apfel oder Essig mit im Topf ist.
Für Lehrkräfte
Im Sachunterricht der Grundschule ist der Rotkohlsaft ein beliebter Einstieg in saure und basische Stoffe; er passt zur naturwissenschaftlichen Perspektive des Perspektivrahmens (GDSU), beim Untersuchen von Stoffeigenschaften. Säuren, Laugen und der pH-Wert folgen später im Chemieunterricht. Am Whiteboard kann die App den einen Test zeigen, den man in der Klasse nicht machen darf, nämlich Bleichmittel, das den Saft gelb färbt, zusammen mit der Sicherheitsbotschaft, Chlorreiniger nie mit Säuren zu mischen.
Sein lila Farbstoff, ein Anthocyan, ändert seine Form je nachdem, wie sauer oder basisch die Umgebung ist, und jede Form zeigt eine andere Farbe: rot und rosa in Säuren, lila bei neutralen Stoffen, blau und grün in Laugen.
Rosa bis rot. Essig ist eine Säure; je mehr du dazugibst, desto röter wird der Saft. Zitronensaft wirkt genauso.
Blaugrün bis grün. Natron ist eine Lauge (eine Base); mit mehr Natron wird der Saft grüner.
Chlorreiniger ist eine sehr starke Lauge und zerstört außerdem den Farbstoff, deshalb wird der Saft gelb und verblasst dann. Probier das nie zu Hause aus: In Extrem Malen kannst du es gefahrlos auf dem Bildschirm sehen.
Ein paar Tage im Kühlschrank in einem geschlossenen Glas. Für länger in einer Eiswürfelform einfrieren und bei Bedarf einen Würfel auftauen, oder zu pH-Papier trocknen.