Geheimbotschaften
Schreib eine Nachricht in weißem Wachsmalstift und gib sie einem Freund mit einem Pinsel. Die Wörter tauchen beim Malen auf.
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Quelle: Wachsmalstifte und Wasserfarben: der Wachsresist-Trick
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Maltechnik
Mal mit Wachsmalstiften und streich dann Wasserfarbe darüber. Die Farbe zieht ins blanke Papier ein, perlt aber vom Wachs ab, weil Wachs Wasser abstößt. Ein Bild aus weißem Wachsmalstift bleibt unsichtbar, bis die Farbe es verrät – wie eine Geheimbotschaft.

Ein Bild mit Wachslinien, die durch die Farbe leuchten: Fische unter einem blauen Meer, ein Spinnennetz in dunkler Nacht oder eine Geheimbotschaft, die erst auftaucht, wenn jemand darübermalt. In Kita und Grundschule heißt das meist einfach „Wachsmalstifte und Wasserfarben“, im Kunstunterricht auch Wachsreservetechnik oder Wachsresist. Der Wasserfarbkasten aus der Schultasche reicht völlig.
So geht der Wachstrick in Extrem Malen (Extreme Drawing):
Wachsmalstift (Malleiste): Mal mit einer beliebigen Farbe. Der weiße Wachsmalstift ist genau dafür da: ein fast unsichtbares Wachsbild.
Wasserfarbe (Malleiste): Mal darüber. Die Farbe perlt auf dem Wachs ab und hält kaum, also scheinen die Wachslinien durch, und das weiße Bild taucht auf.
Andere nasse Sachen über Wachs: Tintentropfen (Basteln) werden vom Wachs auch ferngehalten; Wasser-Tropfen weichen den gewachsten Fasern aus; und Bleichtropfen (Badezimmer) bleichen die Farbe rund um eine Wachslinie aus, aber nicht darunter.
Zeit → Im Ofen backen. Der Wachsmalstift schmilzt in glatter, tiefer Farbe ins Papier, und wo das Wachs eingezogen ist, wird das Papier leicht durchscheinend.
Probier auch: Seife als Abdeckung. Ein Tropfen Spülmittel (Experimente) lässt Seife im Papier zurück, der die Wasserfarbe ausweicht, genau wie beim Wachs. Auch Buntstifte enthalten ein bisschen Wachs und halten die Farbe ein wenig ab. Das alles ist kostenlos; nur das Stück Seife (Badezimmer) ist im ganzen Werkzeugkasten.

Schreib eine Nachricht in weißem Wachsmalstift und gib sie einem Freund mit einem Pinsel. Die Wörter tauchen beim Malen auf.
Spinnennetze und Blätter in weißem Wachsmalstift unter dunkler Farbe: ein Herbstklassiker, der sich auch gut als Bild für eine Martinslaterne eignet.
Gespenster, Fledermäuse und ein Mond in Weiß und Gelb, darüber tiefes Lila oder Schwarz.
Fische, Muscheln und Blasen in bunten Wachsmalstiften unter einem blaugrünen Anstrich.
Die Farbe perlt auf jeder Wachsfaser ab, jedes Mal. Du kannst auch zeigen, was Wasser und Bleichmittel mit Wachsmalstift machen, und das Blatt backen, damit das Wachs ins Papier schmilzt. Alles für diese Technik ist kostenlos.
Wie gut es klappt, hängt davon ab, wie fest du aufgedrückt hast und wie wässrig die Farbe ist. Farbperlen sitzen auf dem Wachs und müssen abgetupft werden. Sehr nasses Papier wellt sich, ein dickes Blatt hilft.

Wachsmalstifte sind aus Wachs, und Wachs und Wasser mischen sich nicht. Die wässrige Farbe rutscht vom Wachs ab und zieht ins Papier daneben ein, deshalb bleibt das Bild leuchtend.
Für Erwachsene. Paraffinwachs ist hydrophob (wasserabweisend): Die Oberflächenspannung des Wassers verhindert, dass es die gewachsten Fasern benetzt, also perlt die Wasserfarbe ab und läuft auf das blanke, saugfähige Papier. Eine dicke Wachsschicht versiegelt die Fasern; leichte Striche überziehen nur die erhabene Körnung des Papiers, und die Farbe gelangt in die Täler dazwischen. Dasselbe Prinzip steckt im Batiken (heißes Wachs auf Stoff) und in sorbischen Ostereiern, die mit Wachs abgedeckt und dann gefärbt werden (Batiktechnik), und auch Seife im Papier hält die Farbe aus einem ähnlichen Grund ab.
Für Lehrkräfte
Wachsmalstifte und Wasserfarben passen in den Sachunterricht der ersten Klassen zu Stoffen und ihren Eigenschaften (wasserabweisend oder saugfähig) und in den Kunstunterricht. Eine gute erste Untersuchung: Welche Malmaterialien lassen Wasser durch, welche halten es ab? Lasst die Klasse erst vermuten, dann am Whiteboard und auf Papier testen.
Fester mit dem Wachsmalstift aufdrücken und flüssigere Farbe nehmen. Dünne Wachslinien und dicke Farbe sind die üblichen Gründe, warum das Bild verschwindet.
Es gibt keinen: Wachsmalstifte sind aus Wachs, also ist das eine Form der Wachsreservetechnik. Kerzen, Ölpastellkreiden und weiße Wachsmalstifte klappen alle.
Wasserfarbe aus dem Malkasten, flüssige Aquarellfarbe oder sehr wässrige Temperafarbe. Dicke Farbe deckt das Wachs zu, statt davon abzuperlen.
So heißt die Technik im Kunstunterricht: Wachs „reserviert“ eine Stelle auf dem Papier, die Farbe kommt dort nicht hin. Wachsmalstifte und Wasserfarben sind die bekannteste Form.
Schreib sie fest aufdrückend mit weißem Wachsmalstift auf weißes Papier. Gib sie einem Freund mit Pinsel und Wasserfarbe: Wenn er darübermalt, tauchen die Wörter auf.