Herbstblätter
Flache, trockene Blätter in verschiedenen Formen auf rotem oder orangem Tonpapier.
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Quelle: Sonnenbild für Kinder: Tonpapier im Fenster ausbleichen
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Maltechnik
Leg Blätter, Schlüssel oder Sticker auf Tonpapier ans sonnige Fenster und warte. Das Sonnenlicht bleicht die Farbe langsam überall aus, nur nicht unter den Gegenständen. Wenn du sie abhebst, bleiben scharfe, dunklere Formen zurück. Keine Chemie, nur Sonne und Geduld.

Ein ausgebleichter Bogen Tonpapier mit scharfen, dunkleren Formen von allem, was darauf lag: ein Blatt, ein Schlüssel, eine Schere, ein Papierstern, deine Anfangsbuchstaben. Ein Bild, das das Licht gemacht hat, ganz ohne Farbe. Wer schon mal ein Plakat im Schaufenster verblassen sah, kennt das Prinzip.
In Extrem Malen (Extreme Drawing) heißt das Zeit → Eine Woche in der Sonne (kostenlos): Das Blatt verbringt in ein paar Sekunden eine Woche auf einer sonnigen Fensterbank.
Die Farben im Papier bleichen aus, auf ungefähr die Hälfte ihrer Stärke: Rot und Rosa verlieren am meisten, dann Gelb, während Blau am längsten hält – wie bei echten Farbstoffen.
Wo etwas auf dem Papier lag, bleibt die Farbe: ein scharfes Sonnenbild. Schablonen (kostenlos) funktionieren, und auch alles Dicke, was oben liegt, etwa ein Klecks Ketchup. Sticker, Klebeband, Blätter und Konfetti (im ganzen Werkzeugkasten) drucken auch.
Das Papier vergilbt ein wenig, und alles darauf trocknet.
Probier zuerst: Mal ein Blatt mit Filzstift oder Wasserfarbe in mehreren Farben an, leg eine Herz- und eine Sternschablone darauf und schick es in die Sonne. Heb die Schablonen ab und vergleich die Farben.
Sticker und Klebeband halten auch Farbe ab (im ganzen Werkzeugkasten). Erst aufkleben, dann darübermalen, dann abziehen: Das Papier darunter ist sauber, denn was flach auf dem Papier liegt, deckt es ab.

Flache, trockene Blätter in verschiedenen Formen auf rotem oder orangem Tonpapier.
Falte und schneide einen Papierstern oder eine Schneeflocke und nimm sie als Form: ein Fensterprojekt für die Adventszeit (die Wintersonne ist schwach, also früh anfangen).
Kleb eins ans Fenster, bevor ihr in die Sommerferien fahrt, und schau nach, was die Sonne gemacht hat, wenn ihr zurückkommt.
Sticker oder Klebeband auf weißes Papier kleben, darübermalen und abziehen: saubere weiße Formen.
Eine Woche vergeht in Sekunden, und das Ausbleichen ist immer gleich: Rot und Rosa am meisten, Blau am wenigsten. Alles, was auf dem Papier liegt, druckt, sogar ein Klecks Ketchup. Die Woche in der Sonne, die Schablonen und die Küche sind kostenlos; Sticker, Klebeband und Blätter sind im ganzen Werkzeugkasten.
Es dauert Tage oder Wochen und hängt vom Wetter, vom Fenster und vom Papier ab: Manches Papier bleicht kaum aus. Gegenstände, die nicht flach sind, hinterlassen unscharfe Kanten, weil die Sonne im Lauf des Tages über den Himmel wandert.

Sonnenlicht trägt Energie. Tag für Tag zerlegt es den Farbstoff im Papier, Stück für Stück. Wo etwas das Licht abhält, ist der Farbstoff im Schatten sicher, deshalb bleibt er dunkler.
Für Erwachsene. Das ist photochemischer Abbau: Ultraviolettes und sichtbares Licht bricht Bindungen in Farbstoffmolekülen auf, sodass sie keine Farbe mehr absorbieren. Manche Farbstoffe sind viel lichtechter als andere; im Modell von Extrem Malen sind die Farbstoffe für Rot und Rosa am wenigsten lichtecht und Blau am meisten, was zu vielen Alltagsfarbstoffen passt. Ein undurchsichtiger Gegenstand wirft einen Schatten, also bekommt das Papier darunter gar kein Licht. Es ist derselbe Vorgang, der Plakate im Schaufenster verblassen lässt. Eine Cyanotypie (Blaudruck) funktioniert andersherum: Licht färbt die Beschichtung dort blau, wo es hinfällt.
Für Lehrkräfte
Sonnenbilder passen zum Sachunterrichtsthema Licht und Schatten: Schatten entsteht, wenn ein undurchsichtiger Gegenstand das Licht abhält, und Sonnenlicht kann gefährlich sein (nie in die Sonne schauen, keine Lupe). Ein schönes Langzeitexperiment für die Klasse: am Montag aufhängen, am Freitag nachsehen – und vorher die Sofort-Version am Whiteboard zeigen.
Farbiges Tonpapier bleicht im Sonnenlicht von allein aus, ganz ohne Chemie. Sonnendruckpapier aus dem Set wirkt in Minuten, muss aber in Wasser ausgespült werden.
Ein paar sonnige Tage für einen schwachen Abdruck, ein bis zwei Wochen für einen kräftigen. Bewölktes Wetter und Winter machen es langsamer.
Manches Papier hat lichtechte Farben, die kaum ausbleichen, oder das Fenster bekommt wenig direkte Sonne. Probier billigeres, kräftigeres Papier, ein sonnigeres Fenster und mehr Zeit.
Oft Rot und Rosa, während viele Blautöne am längsten halten; so bleicht sie auch Extrem Malen aus. Echtes Papier ist unterschiedlich, also teste ein paar Sorten.
Nein. Bei der Cyanotypie ist das Papier mit Chemikalien beschichtet, die im Licht blau werden. Ein Sonnenbild auf Tonpapier entsteht durch ausbleichenden Farbstoff, deshalb bleiben die beschatteten Formen dunkler.